Naturpark Leiser Berge

Im einzigen Naturpark im Weinviertel können wir unseren Blick weit über die sanften Anhöhen und die artenreichen Wiesen schweifen lassen. Schon vor Jahrtausenden ließen sich hier Menschen nieder, um im Einklang mit der Natur zu leben.

Höhenprofil

Der Straße entlang

Direkt am Parkplatz Oberleiser Berg beginnen wir unsere Wanderung und folgen der Straße, über die wir gekommen sind. Mit der Warte im Rücken überqueren wir vorsichtig die B6 und lassen den Straßenlärm hinter uns. Der Weg führt uns vorbei an Feldern und Wiesen, die uns sanft Richtung Buschberg hinaufführen.

Dem Himmel so nah

Als erstes Highlight kommen wir an der Sternwarte vorbei, die zu bestimmten Terminen Veranstaltungen anbietet. Ob Sonnenfinsternis oder die Perseiden bei Nacht hier kann man dem Himmel ein Stück näher kommen.

Schön langsam merkt man, dass wir uns der höchsten Erhebung im Weinviertel nähern, denn der Blick über das Weinviertel wird mit jedem Schritt weiter und reicht bis in die Ferne. Gleichzeitig kommen wir der großen weißen Kugel immer näher. Was das wohl sein mag?

Alpenverein und Austro Control

So schnell kann es gehen. Sobald wir durch das kleine Wäldchen hindurch sind, stehen wir vor der niedrigsten Alpenvereinshütte Österreichs, der Buschberghütte. Hinter den Bäumen versteckt lässt sich auch schon ein Turm mit einer weißen Kugel erspähen.

Die hier 1968 erbaute Mittelbereichs-Radaranlage dient der Austro Control zur zivilen Luftraumüberwachung der Osthälfte Österreichs. Gleich neben der Straße versteckt sich eine Bank, auf der man noch ein paar Momente verweilen und die Aussicht genießen darf, bevor wir uns auf den Weg nach unten machen.

Dem Jakobsweg entlang

Wer gut aufgepasst hat, konnte schon an so manchem Wegweiser eine gelbe Muschel auf blauem Untergrund entdecken, die uns mitteilt, dass wir uns auf dem Jakobsweg befinden, genauer gesagt auf einem Zubringer dem Jakobsweg Weinviertel.

So schnell wir uns auch an das Pilgerleben gewöhnt haben, so schnell ist es mit unserer Abbiegung von der Straße nach rechts in den Wald auch schon wieder vorbei. Ganz gemütlich durch den Wald streifend verlassen wir nun den Buschberg, um durch die Felder Richtung Au zu gehen.

Au

Nachdem wir an einigen Einfamilienhäusern vorbeispaziert sind, gibt es direkt nach der Marienkapelle eine Kaisereiche mit einer Trinkwassergelegenheit, nämlich dem Au’er Bründl, und einer gemütlichen Sitzgelegenheit.

Nach einer kurzen Rast geht es weiter am Fußweg Oberleis über die Römerwegbrücke in Richtung unseres Ausgangspunktes. Sobald man den zwar sanften, aber langen Anstieg geschafft hat, kann man noch einen Blick auf die Radaranlage werfen.

Oberleiser Berg

Sobald wir den kurzen Kreuzweg hochgegangen sind, erwartet uns oben angekommen die Aussichtswarte. Leider war die Aussichtswarte bei meinem Besuch geschlossen. Ein Grund, warum ich in diesen Naturpark auf jeden Fall noch einmal zurückkommen werde. Aber auch am Plateau selbst gibt es viel zu entdecken, und man kann anhand von Schautafeln weit in die Geschichte des Oberleiserberges eintauchen.

Von hier oben kann man nicht nur in die weite Ferne des Weinviertels blicken, sondern auch in die über 6000 Jahre alte Vergangenheit dieses Ortes. Die frühesten Nachweise menschlicher Besiedelung gehen auf die ausgehende mittlere Jungsteinzeit zurück. Wer tiefer in diese Zeit abtauchen möchte, dem empfehle ich einen Besuch in MAMUZ Schloss Asparn/Zaya mit den dort beheimateten Museen für Urgeschichte, Frühgeschichte und Mittelalterarchäologie sowie dem archäologischen Freigelände.

Zum Abschluss können wir noch einen kleinen Abstecher ins angrenzende Wäldchen machen und entlang eines Bienenlehrpfades wandern. Auf dem Weg nach unten kommen wir noch an der Kirche Maria Oberleis vorbei, wo sich gegenüber der Kirche ein Stempel für den Weinviertel Jakobsweg befindet.

Download und Links

Route als GPX-Datei

Link zur Bergfex-Tour

Quellenangaben und informative Links